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Wissenswertes über Tresore und Einbruchschutz

Normen, Sicherheitsstufen, Widerstandsklassen und Zeichnungsgrenzen

Bei den noch heute angebotenen Safes der Sicherheitsstufe A und B nach VDMA 24992 handelt es sich um alte, nicht mehr gültige Normen siehe ganz unten.

Die Prüfnormen EN 14450 und EN 1143-1

Das Europäische Komitee für Normung CEN (frz. Comité Européen de Normalisation) ist verantwortlich für alle europäischen Technik-Normen (EN), mit Ausnahme der Telekomunikation und Elektrotechnik. Im Bereich Sicherheitsschränke, Wertschutzschränke, - Räume und –Türen sind die aktuellen Normen:

EN 14450, Sicherheitsschränke Stufe S1 und Stufe S2. Das Prüfzertifikat VdS 2862 ist gleichwertig einzustufen. Diese Tresore finden überwiegend im privaten Bereich Verwendung. Das ist auch an der Versicherungseinstufung der Sachversicherer leicht zu erkennen. Die Zeichnungsgrenze liegt zwischen € 5.000,- und € 20.000,--. Ein höheres Risiko wollen die Versicherer in diesen Sicherheitsstufen nicht eingehen.

EN 1143-1, Wertschutzschränke Klasse N/0 bis Klasse VI, sowie Wertschutzräume und Wertschutzraumtüren bis Klasse XIII. Die Versicherungen haben Zeichnungsgrenzen von € 10.000,- bis über € 1 Million festgelegt.


Wie wird geprüft?

Einbruchtest Einbruchtest Einbruchtest
Einbruchtest Einbruchtest Einbruchtest

Die EN 14450 Einbruchschutzprüfung unterscheidet zwischen den Stufen S1 und S2. Für S1 müssen mindestens 2 SU und 40 TP und für die Stufe S2 mindestens 5 SU und 60 TP erreicht werden. Die Bezeichnung steht für Sicherheitspunkte (SU engl. Security Units) und Werkzeugpunkte (TP engl. Tool Points). Die SU errechnen sich aus der Arbeitszeit und dem Werkzeugkoeffizienten. Die TP errechnen sich aus der Punktezahl der eingesetzten Werkzeuge. Die Prüfung der Schlossqualität (EN 1300) und die Prüfung der Auszugskraft der Verankerung schließen die Prüfung ab.

Die EN 1134-1 verwendet folgende Bezeichnungen. Für jede Widerstands- und Sicherheitsklasse wird ein Widerstandswert (RU engl. Resistance Unit) festgelegt. Dieser errechnet sich aus der Art des Werkzeuges und aus der Dauer der Anwendung. Die Prüfung beinhaltet mind. eine Angriffsprüfung für einen Teilzugriff, sowie eine Weitere für einen vollständigen Zugriff. Je höher der Widerstandswert umso höher der Einbruchschutz. Je höher der Einbruchschutz umso höher ist der Wert, den die Versicherer bereit sind in dem Safe zu versichern. Der Fachbegriff für diesen Wert ist Zeichnungsgrenze. Die Einstufung der RU zu den Sicherheits- und Widerstandsklassen sowie zu den Zeichnungsgrenzen können Sie den nachstehenden Tabellen entnehmen.


Sicherheitsstufen nach EN 14450

Stufe Sicherheitseinheiten /
Werkzeugpunkte
Anzahl /
Güte der Schlösser
Privat Gewerblich
ohne EMA* mit EMA* ohne EMA* mit EMA*
S1 2,0 SU / 40 TP 1 / Klasse 1 5.000
S2 5,0 SU / 60 TP 1 / Klasse 1 20.000


Widerstandsklassen nach EN 1143-1

Klasse Widerstandseinheiten Anzahl /
Güte der Schlösser
Privat Gewerblich
ohne EMA* mit EMA* ohne EMA* mit EMA*
N(0) 30 / 30 RU 1 / Klasse 1 40.000 80.000 10.000 20.000
I 30 / 50 RU 1 / Klasse 1 65.000 130.000 20.000 40.000
II 50 / 80 RU 1 / Klasse 1 100.000 200.000 50.000 100.000
III 80 / 120 RU 1 / Klasse 2 200.000 400.000 100.000 200.000
IV 120 / 180 RU 2 / Klasse 2 400.000 800.000 150.000 300.000
IV KB/CD 120 / 180 RU
Zusätzlich eingebauter Schutz mit 1000 RU gegen Angriffe mit dem Diamantkronenbohrer
2 / Klasse 2 Individuelle Absprache
mit Ihrem Versicherer
250.000 500.000
V 180 / 270 RU 2 / Klasse 2 Individuelle Absprache
mit Ihrem Versicherer
250.000 500.000
V KB/CD 180 / 270 RU
Zusätzlich eingebauter Schutz mit 1000 RU gegen Angriffe mit dem Diamantkronenbohrer
2 / Klasse 2 Individuelle Absprache
mit Ihrem Versicherer
375.000 750.000
VI 270 / 400 RU 2 / Klasse 3 Individuelle Absprache
mit Ihrem Versicherer
375.000 750.000
VI KB/CD 270 / 400 RU
Zusätzlich eingebauter Schutz mit 1000 RU gegen Angriffe mit dem Diamantkronenbohrer
2 / Klasse 3 Individuelle Absprache
mit Ihrem Versicherer
500.000 1.000.000

*EMA: Anschluss an eine VdS anerkannte Einbruchmeldeanlage.

Alle angeführten Zeichnungsgrenzen in EUR. Bei den angegebenen Versicherungssummen handelt es sich um unverbindliche Richtwerte. D.h. die Versicherungen sind meist bereit die Versicherungssumme für Ihre im Tresor befindlichen Wertgegenstände anzupassen.


Wer prüft? VdS und ECB-S

VdS Schadenverhütung: Der Verband der Sachversicherer (Vorläufer von VdS Schadenverhütung) hat die Richtlinien VdS 2450 festgelegt. Der VdS prüft verfügt über den wohl umfangreichsten Erfahrungsschatz bei der Prüfung von Wertbehältnissen. Die deutschen Prüfungen werden nahezu ausnahmslos beim VdS in Köln durchgeführt.

FuP / ESSA – ECB S: Im Jahr 2006 hat die FuP Ihren Namen geändert. Sie firmiert nun unter ESSA e.v. Die FuP (Forschungs- und Prüfgemeinschaft Geldschränke) hat bereits 2002 ein eigenes Prüfungsorgan ECB-S eingeführt. Prüfungen können von mehreren akkreditierten Prüfstellen in Europa durchgeführt werden. Prüfwerkzeuge und Prüfverfahren sind zwar per EN Norm festgelegt. Die Erfahrung der Prüfer ist jedoch eine nicht exakt festlegbare Komponente. Die Prüfplakette der ECB-S garantiert, dass auch bei Prüfungen außerhalb der VdS Prüfstelle vergleichbare Sicherheitseinstufungen vorliegen.

Tresore mit den Prüfplaketten der ECB-S und des VdS werden von allen Versicherungen anerkannt.

VdSECB-S

Ferner gibt es ein Vielzahl akkreditierte Prüfstellen. Nahezu jedes EU-Land hat mindestens eine Prüfstelle.


Alte Normen Sicherheitsstufe A und B nach VDMA Einheitsblatt 24992

In dieser Norm sind (Mindest-) Bauvorschriften festgelegt.
Auszug aus den Bauvorschriften:
  • Stufe A einwandig, Stahlstärke mind. 3 mm, Tresorschloss
  • Stufe B mehrwandig Stahlstärke mind. 3mm außen und 2 mm innen. Dazwischen Füllmaterial (meist Steinwolle) 60 mm bzw. bei Möbeltresoren 30 mm stark. Tresorschloss.
Das VDMA Einheitsblatt wurde letztmalig im Mai 1995 überarbeitet und 2003 endgültig zurückgezogen. D.h. Schränke die nach dieser Norm nach 2003 gebaut wurden unterliegen keinerlei Kontrolle. Darum hat der VdS auch die neueren Sicherheitsschränke niedriger eingestuft.

Sicherheitsstufe
nach VDMA 24992
Empfehlung VdS 3134 – Stand 11/2010
Privat Gewerblich
A
(gebaut vor dem 31.12.2003)
1.000 2.500
B
(gebaut vor dem 31.12.2003)
10.000 2.500
A
(gebaut ab dem 01.01.2004)
1.000 2.500
B
(gebaut ab dem 01.01.2004)
1.000 2.500








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